Ausgezeichnet familienfreundlich
- mit dem FaMi-Siegel
Aktuelle Studien belegen: Fachkräfte mit und ohne Kinder bewerten Familienfreundlichkeit bei der Arbeitgeberwahl sehr hoch. Angesichts des Fachkräftebedarfs gewinnt die Balance zwischen Beruf und Privatleben für Unternehmen zunehmend an Bedeutung.
Einem familienfreundlichen Betrieb fällt es leichter, Fachkräfte zu finden und zu binden. Für den Erfolg familienfreundlicher Maßnahmen ist nicht die Unternehmensgröße entscheidend. Es zählen vielmehr Mitarbeiterorientierung und Kreativität.
Mit dem Erwerb des FaMi-Siegels zeigen Sie, dass Ihr Unternehmen gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bietet. Ein Zusatzgewinn: Sie verbessern Ihre Chancen im Wettbewerb um Fachkräfte.
FaMi-Siegel geht in die 2. Runde
Das aktuelle FaMi-Siegel gilt bis einschließlich 2012. Wie geht es weiter?
Interessierte Unternehmen können sich derzeit noch für das FaMi-Siegel 2010 - 2012 bewerben. Für die darauffolgende Periode 2013 - 2015 laufen bereits die Vorbereitungen.
Soviel vorab: Für FaMi-Siegel-TrägerInnen, die sich erneut bewerben möchten, wird es einen anderen Fragebogen geben als für Unternehmen, die sich neu bewerben.
Es lohnt sich also durchaus, sich jetzt noch für das FaMi-Siegel 2010 - 2012 zu bewerben, den aktuellen Fragebogen finden Sie links als Pdf- oder Word-Datei.
Der Lohn ist die Motivation
Familienfreundlichkeit sorgt für Zufriedenheit und geringen Krankenstand – Info-Abend über Beispiele aus der Praxis in der Region
Lüneburg. Zufriedenheit und Motivation, geringer Krankenstand und wenig Ausfälle: Das sind nur vier Vorteile, die sich aus einer familienfreundlichen Personalpolitik für die Unternehmen ergeben. Erfolgreiche Beispiele aus der Praxis haben die Verantwortlichen jetzt an einem Informations- und Diskussionsabend unter dem Titel „Familienfreundliche Personalpolitik – so funktioniert es in unseren Unternehmen“ mit rund 50 Gästen in der Industrie- und Handelskammer (IHK) vorgestellt.
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Die Veranstalterinnen und Referentinnen des Abends: vorne v.l. Elisabeth Börner-Gleiß und Brigitte Kaminski, hinten v.l. Frauke Petersen-Hanson, Carina Karst, Katja Puhlmann, Jacqueline Huwald und Carina Meyer. |
Den vollständigen Text finden Sie im Pressebereich.
Loewe-Stiftung bietet Betreuung für Kinder an
Lüneburg. Als sich bei vier von sechs Führungskräften in der Loewe-Stiftung Nachwuchs ankündigte, war dem damaligen Stiftungsvorsitzenden Dr. Reiner Faulhaber klar: Auf diese Frauen kann der Betrieb nicht verzichten. Sein Konzept einer auf dem Gelände in Ochtmissen angesiedelten Großtagespflege brachte der Stiftung jetzt das regionale Siegel für Familienfreundlichkeit ein.
„Das Angebot der Loewe-Stiftung ist neben der Großtagespflege bei der Polizeidirektion einmalig in der Region“, sagt Brigitte Kaminski von der Gemeinschaftsinitiative FaMi-Siegel. Und so funktioniert es: Zwei Tagesmütter haben Räumlichkeiten der Loewe-Stiftung gemietet, sie betreuen dort insgesamt zehn Kindern zwischen ein und drei Jahren – sowohl Mitarbeiterkinder also auch externe. „Die Tagesmütter springen auch in Notfällen ein“, sagt die Geschäftsführerin der Stiftung, Katja Puhlmann. „Etwa, wenn die eigene Tagesmutter krank oder die Kita geschlossen ist.“ Und in den Schulferien bietet die Stiftung Betreuung für größere Kinder an.
Seit September 2009 läuft die Tagespflege, unterstützt hat die Stiftung damals feffa e.V., finanzielle Förderung gab es vom Land Niedersachsen. Dabei erfüllt die Kinderbetreuung auf dem Stiftungsgelände nicht nur den Zweck der Familienfreundlichkeit, sondern auch den einer stärkeren Integration der Einrichtung in das Leben im Ort. Siegfried Ziehe aus dem Vorstand der Stiftung sagt: „Durch Maßnahmen wie die Tagespflege suchen wir den Austausch mit den Einwohnern Ochtmissens, bieten eine offene Struktur.“
Rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon mehr als die Hälfte weiblich, arbeiten in der Stiftung mit 180 Klienten: psychisch kranke Erwachsene. Rund 70 leben im Wohnheim der Stiftung, mehr als 80 arbeiten in den Werkstätten. Viele der Klienten nutzen die Möglichkeit, in der Kindertagespflege ein Praktikum zu machen oder mitzuarbeiten, sagt Puhlmann: „Das ist ein tolles Miteinander.“ Die Stiftung führe vorbildlich vor, wie aus einem praktischen Anliegen Handeln wird, sagt Brigitte Kaminski. „Das ist ein rundes, ganzheitliches Konzept – auch, was flexible Arbeitszeitmodelle für Führungskräfte angeht.“
Halbzeitbilanz - Export in den Heidekreis
Initiatoren ziehen Halbzeitbilanz: 40 Firmen sind ausgezeichnet familienfreundlich
Die Lüneburger Idee des FaMi-Siegels ist so erfolgreich, dass sie in den Landkreis Soltau-Fallingbostel exportiert wird. Der Unternehmensverbund Heidekreis beteiligt sich mit seinen über 110 Mitgliedsbetrieben an der Aktion.
Einer der jüngsten Träger des FaMi-Siegels ist der Lüneburger Steuerberater Frithjof Schmeer. Schmeer ist überzeugt: „Ein Mitarbeiter kann nur gut arbeiten, wenn er den Kopf frei hat. Wenn es dem Mitarbeiter gut geht, geht es der Firma gut.“ Mehr als die Hälfte seines 19-köpfigen Teams nutzt die Möglichkeit, über einen gesicherten Internetzugang von zu Hause aus zu arbeiten. Lediglich einen Tag pro Woche muss jeder im Büro sein, damit die Mannschaft sich nicht aus den Augen verliert. Eine Kernarbeitszeit gibt es seit sechs Jahren nicht mehr, sagt Schmeer: „Hauptsache, bis 18 Uhr geht immer jemand ans Telefon. Aber auch das funktioniert reibungslos mit unserer virtuellen Telefonanlage, die die Anrufe auf die Handys der Mitarbeiter schaltet.“ Auch Männer nutzen das Angebot ihres Chefs, das bei geringen Kosten stark die Zufriedenheit der Angestellten steigert. Und der Steuerberater ist sich sicher: „Das zahlt sich aus – und ist sogar umweltschonend, weil Benzin gespart wird.“
Haben Sie schon das FaMi-Siegel?
Der Erwerb des FaMi-Siegels ist laufend möglich!
Auch nach der Verleihung des FaMi-Awards 2010 können Sie sich noch um das FaMi-Siegel berwerben. Dokumentieren Sie mit dem Ausfüllen des Fragebogens, wie familienfreundlich Ihr Unternehmen ist. Eine unabhängige Jury wertet den Fragebogen aus. Als „ausgezeichnet familienfreundlicher Betrieb“ dürfen Sie das Siegel dann bis Ende 2012 unentgeltlich für Ihre Außendarstellung nutzen. Ein kurzes Profil Ihres Unternehmens wird zudem hier im Internet dargestellt - die Profile aller ausgezeichneter Unternehmen finden Sie hier.

FaMi-Siegel Infoflyer
